Kinostarts, DVDs, Filme im allgemeinen, Random Thoughts - live aus Berlin

Montag, April 10, 2006

Drei neue Kritiken

Wieder drei neue Kritiken online, allesamt von Filmen, die diesen Donnerstag starten.



Running Scared
Drehbuch und Regie: Wayne Kramer
Darsteller: Paul Walker, Cameron Bright, Vera Farmiga
D-Start: 13.04.2006

Kommentar: „Running Scared“ ist ein Film, der zu keiner Sekunde langweilig wird, aber ein ausreichendes Qualitätsmerkmal ist das noch nicht. Davon abgesehen hat Wayne Kramers zweiter Film nämlich außer jeder Menge Gewalt nicht viel zu bieten. Der „coole“ Look entschädigt nicht für einen unbefriedigenden Plot mit äußerst fragwürdig handelnden Charakteren. „Running Scared“ wird sein Publikum finden, ob die durchschaubaren Methoden Genre-Fans ins Kino zu locken, aber auch zu einem finanziellen Erfolg führen, wird sich zeigen müssen. 5/10 - ausführliche Kritik auf MPeX.net



Rent
Drehbuch und Regie: Chris Columbus
Basierend auf dem Musical von: Jonathan Larson
Darsteller: Rosario Dawson, Taye Diggs, Jesse L. Martin
D-Start: 13.04.2006

Kommentar: Columbus hat "Rent" fast Eins zu Eins auf das Medium Film übertragen und gut daran getan. Hier werden die Bilder nicht mit Musik hinterlegt, die Musik wird vielmehr mit überwältigenden Bildern in Szene gesetzt. So wird nicht nur der harte Kern der Musical-Fans mit "Rent" seinen Spaß haben: Auch Kino-Liebhaber kommen durch die tolle Inszenierung auf ihre Kosten – solange sie sich nicht von den Songs stören lassen, mit denen diese Geschichte nun einmal erzählt wird. Wenn man sich auf "Rent" einlässt, ist jedenfalls die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man begeistert aus dem Kino kommt. (Kommentar gilt wahrscheinlich nur für OV-Fassung) 9/10 - ausführliche Kritik auf MPeX.net



Reine Formsache
Regie: Ralf Huettner
Drehbuch: Béla Jarzyk
Darsteller: Marc Hosemann, Christiane Paul, Bastian Pastewka
D-Start: 13.04.2006

Kommentar: "Reine Formsache" reiht sich in die Riege der mittelmäßigen deutschen Kinofilme ein. Zwar können Produktion, Inszenierung und (größtenteils) auch die Darstellung überzeugen, der Spagat zwischen Liebesgeschichte und lockerer Komödie gelingt dafür nur teilweise. Man kann mit diesem Film sicherlich seinen Spaß haben und es sei hier auch nicht uneingeschränkt von einem Kino-Besuch abgeraten. Für eine wirkliche Empfehlung ist Ralf Huettners Film aber definitiv zu blass – schade eigentlich. 5/10 - ausführliche Kritik auf MPeX.net

Freitag, April 07, 2006

16 Blocks & Tsotsi

Zwei neue Filme gesehen:



16 Blocks
Regie: Richard Donner
Drehbuch: Richard Wenk
Darsteller: Bruce Willis, Mos Def
D-Start: 20.04.2006

Kommentar: Großes naja! Ich bin sowieso kein Bruce Willis Fan, abgesehen von Sixth Sense konnte er mich in keinem Film begeistern und 16 Blocks ist da keine Ausnahme. Willis spielt einen faulen Cop, der einen Kleinkriminellen zum Gericht bringen soll. Der steht allerdings kurz davor eine Aussage zu machen, die einige korrupte Cops belasten würde und so sehen sich Cop und Ganove bald unter Beschuss. Das Buch weist einige logische Schwächen auf, der Film geht die meiste Zeit ziemlich an einem vorbei. Wird sicherlich nicht allen Zuschauern so gehen, aber so richtig was anfangen konnte ich mit dem Film nicht. 5/10 - Ausführliche Kritik folgt



Tsotsi
Drehbuch und Regie: Gavin Hood
Darsteller: Presley Chweneyagae, Terry Pheto, Mothusi Magano
D-Start: 04.05.2006

Kommentar: Der diesjährige Gewinner des Oscars für den besten fremdsprachigen Film hat diese Auszeichnung mit Sicherheit verdient. Der südafrikanische Film sieht einfach toll aus. Hood inszeniert die Geschichte um Tsotsi, einen eiskalten Jugendgangster, der einer reichen Familie mit ihrem Auto unbeabsichtigt auch das Baby stiehlt. Natürlich führt das dazu, dass die Hauptfigur menschlich reift und gegen Ende wird das Ganze vielleicht etwas zu sauber, zu einfach. Das soll aber nicht zu negativ klingen, denn dem Regisseur ist hier wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen, das vor allem dank des Settings in einem südafrikanischen Slum an City of God erinnert. Großes Kino, tolle (unbekannte) Darsteller und Musik. 9/10

Mittwoch, April 05, 2006

Zwei neue Kritiken

Ausführliche Vorstellung von zwei Filmen, die morgen starten und von denen meine Kritiken jetzt auch online sind.



Ice Age: Jetzt taut's
OV-Titel: Ice Age - The Meltdown
Regie: Carlos Saldanha
D-Start: 06.04.2006

Kommentar: Erneut ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer für die ganze Familie. Die Zeichnung der Charaktere wird konsequent weitergeführt und die neuen Einfälle und Figuren sorgen für jede Menge Lacher. "Ice Age 2" ist ein Film, mit dem man Kinder begeistern kann und selbst hervorragend unterhalten wird – gegen einen dritten Teil wäre absolut nichts einzuwenden. 8/10 - ausführliche Kritik auf MPeX.net



Spiel auf Sieg
OV-Titel: Glory Road
Regie: James Gartner
Drehbuch: Christopher Cleveland & Bettina Gilois
Darsteller: Josh Lucas, Derek Luke, Jon Voight
D-Start: 06.04.2006

Kommentar: Böse könnte man "Spiel auf Sieg" als "Coach Carter" mit politischem Hintergrund beschreiben. Die Verfilmung der Geschichte von Basketball-Coach Don Haskins ist gelungen, vergibt aber viele Chancen, noch mehr aus dem Stoff herauszuholen. So bleibt ein weiteres Sport-Movie mit stark inszenierten Basketball-Szenen und hervorragenden Schauspielern. Wer dagegen einen differenzierten und realistischen Film über die ganze Geschichte der West Texas Miners erwartet, wird sich noch gedulden müssen. "Spiel auf Sieg" ist es leider nicht geworden. 6/10 - ausführliche Kritik auf MPeX.net

Dienstag, April 04, 2006

Bread and Roses

Gestern auf DVD gesehen:



Bread and Roses
Regie: Ken Loach
Drehbuch: Paul Laverty
Darsteller: Pilar Padilla, Adrien Brody, Elpidia Carillo
Wo bekommt Loach immer nur diese Darsteller her? Auch hier begeistern zwei völlig unbekannte Laiendarsteller (Pilar Padilla und Elpidia Carillo) als Immigranten-Geschwisterpaar. Der Film beruht auf der wahren Geschichte über den Kampf der Arbeiterinnen einer Reinigungsfirma für gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen, typisches Loach-Sozialkino also, manchmal etwas zu plakativ, aber wie immer wunderbar realistisch. Auch Adrien Brody als Gewerkschaftsführer überzeugt. Story-technisch hat Loach schon bessere Filme gemacht, aber selten haben mich zwei Schauspieler so beeindruckt wie die beiden Mexikanerinnen in diesem Film. Unbedingt im Original sehen wg. verschiedenen Sprachen. 9/10

Ansonsten hat sich ein weiterer Kino-Film für diese Woche angekündigt, nämlich der neue Asterix. Na das wird ein Spaß ;)

Sonntag, April 02, 2006

Die Woche

Sonntag abend und ich stelle mir immer noch verzweifelt die Frage, wie ich eine vernünftige Kritik zu Ice Age 2 schreibe. Das Problem wird sich bis morgen hoffentlich gelöst haben. Zweite noch zu schreibende Kritik: The Big White (Siehe April-Vorschau-Eintrag) - das wird aber um einiges leichter. Ansonsten stehen diese Woche noch zwei Filme an. 16 Blocks, der neue Bruce Willis Thriller, der am 20. April starten wird und Tsotsi, der Gewinner des diesjährigen Auslands-Oscar aus Südafrika (Start 7. Mai). Vor allem auf Tsotsi freue ich mich, da ich nur Gutes gehört habe. Auf DVD will ich mir demnächst ein paar Klassiker aus der SZ-Cinemathek ansehen. So long.

April-Preview

DER APRIL IM KINO (Ausführliche Kritiken folgen)

Filmstart 06.04.2006:

GOOD NIGHT, AND GOOD LUCK

OV-Titel: Good Night, and Good Luck
Regie: George Clooney
Drehbuch: George Clooney & Grant Heslov
Darsteller: David Strathairn, George Clooney, Robert Downey Jr.
Die wahre Geschichte über TV-Journalist Edward Murrow, der es in den 50er Jahren mit Kommunisten-Hetzer McCarthy aufnimmt und dessen Methoden öffentlich in Frage stellt. Clooney verleiht seinem zweiten Film als Regisseur einen tollen Schwarz-Weiß-Look und David Strathairn verdient sich mit seiner Darstellung Murrows eine Oscar-Nominierung. Spannende Dialoge, stark gemachtes Polit-Kino. Sehr empfehlenswert. 9/10

ICE AGE 2
OV-Titel: Ice Age: The Meltdown
Regie: Carlos Saldanha
Drehbuch: Peter Gaulke & Gerry Swallow
Die Story etwas einfallsloser als in Teil 1, der Film dafür einfach nochmal witziger. Tolle Einfälle und Animationen, viel mehr gibt es nicht zu sagen. Mal wieder ein Spaß für die ganze Familie. 8/10

SPIEL AUF SIEG
OV-Titel: Glory Road
Regie: James Gartner
Drehbuch: Chris Cleveland & Bettina Gilois
Darsteller: Josh Lucas, Derek Luke, Jon Voight
Durchaus gut gemachter Film über die West Texas Miners, die 1966 die College-Meisterschaften im Basketball mit einem fast ausschließlich schwarzen Team gewannen. Die Story dreht sich um Trainer Don Haskins (hervorragend: Josh Lucas), der in der rassistischen Basketball-Landschaft den Mut hat, die Hautfarbe bei der Mannschafts-Auswahl außer Acht zu lassen. Dennoch funktioniert der Film zu sehr nach bewährtem Sportfilm-Muster und bietet nur wenig Neues. 6/10

Außerdem: 18.15 AB OSTKREUZ, GEH UND LEBE, MORD IM PFARRHAUS

Filmstart 13.04.2006

RUNNING SCARED

OV-Titel: Running Scared
Regie: Wayne Kramer
Drehbuch: Wayne Kramer
Darsteller: Paul Walker, Cameron Bright, Vera Farmiga
Übertrieben brutaler Film, der verzweifelt nach dem Kult-Status bettelt, im Vergleich mit Sin City oder Kill Bill aber gnadenlos untergeht, was vor allem am bescheuerten Plot liegt. Auch die Kamera nervt nach einer Weile gewaltig und das Verhalten der Personen ist höchst fragwürdig. Langweilig wird's dafür nie. 4/10

RENT
OV-Titel: Rent
Regie: Chris Columbus
Drehbuch: Stephen Chbosky
Darsteller: Anthony Rapp, Adam Pascal, Rosario Dawson
Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals um ein Künstler-Clique im New Yorker East Village. Auch auf der Leinwand ein echtes Musical ohne viel gesprochene Dialoge, also sicherlich nicht jedermanns Sache. Wenn man sich darauf einlässt, erlebt man eine hervorragende Inszenierung und toll gezeichnete Figuren, die man als Zuschauer gern durch den Film begleitet. Die Songs sind sowieso erstklassig. 8/10

REINE FORMSACHE
Regie: Ralf Huettner
Drehbuch: Ralf Huettner & Béla Jarzyk
Darsteller: Marc Hosemann, Bastian Pastewka, Christiane Paul
Deutsche Komödie, die über ein paar gute Ansätze leider nicht hinauskommt. Die Balance zwischen (teilweise slapstick-artiger Komik) und melodramatischen Zügen gelingt dem Regisseur leider nicht und auch der Hauptdarsteller kann nicht überzeugen. Kein Totalausfall, aber auch kein guter Film. 5/10

ALLE KINDER DIESER WELT
OV-Titel: All the Invisible Children
Regie: Mehdi Charef, Emir Kusturica, Spike Lee, Kátia Lund, Ridley & Jordan Scott, Stefano Veneruso, John Woo
Ich habe diesen Film noch nicht gesehen, erwähne ihn aber trotzdem gesondert, da ich mich seit dem Trailer auf keinen Film so sehr gefreut habe. 7 Spitzenregisseure inszenieren jeweils eine Episode, in der es sich um Kinder dieser Welt dreht. Wird mit Sicherheit zu empfehlen sein.

Außerdem: BIG MAMAS HAUS 2, ELSA UND FRED, FINAL DESTINATION 3, HANDBUCH DER LIEBE, RENDEZVOUS, SHNAT EFFES

Filmstart 20.04.2006

MORD UND MARGARITAS
OV-Titel: The Matador
Regie & Drehbuch: Richard Shepard
Darsteller: Pierce Brosnan, Greg Kinnear, Hope Davis
Intelligente Thriller-Satire um einen Auftragskiller in Midlife-Crisis, der in einem sauberen Geschäftsmann einen echten Freund sieht. Pierce Brosnan spielt diesen Charakter mit dem nötigen Unernst und Greg Kinnear stellt mal wieder sein komödiantisches Talent unter Beweis. Absolut empfehlenswert. 8/10

THE BIG WHITE - IMMER ÄRGER MIT RAYMOND
OV-Titel: The Big White
Regie: Mark Mylod
Drehbuch: Collin Friesen
Darsteller: Robin Williams, Giovanni Ribisi, Holly Hunter
Fargo-Like: Schwarze Komödie vor weißem Hintergrund (Alaska). Robin Williams spielt den Besitzer eines Reisebüros, der an die Lebensversicherung seines verschollenen Bruders will und dafür eine zufällig gefundene Leiche benutzt. Problem: Zwei Killer wollen ihre Leiche wieder und der Bruder (Woody Harrelson) taucht bald quicklebendig wieder auf. Teilweise sehr lustige Komödie, bei der man das Gefühl nicht los wird, sie könnte noch besser sein. Dennoch ein Spaß. 7/10

Außerdem: 16 BLOCKS, DIE BÄREN SIND LOS, DIE JAHRESZEIT DES GLÜCKS, FUßBALLGÖTTINNEN, SCARY MOVIE 4, VINZENT

Filmstart 27.04.2006

ARLIT - EIN ZWEITES PARIS, BAMBI 2, DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE, DEINE MEINE UND UNSERE, FC VENUS, GHETTO, HOSTEL, KIFFERWAHN, KUMBH MELA, WE FEED THE WORLD, WUJI

Aktuell im Kino

AKTUELL IM KINO



Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell
OV-Titel: Basic Instinct: Risk Addiction
Regie: Michael Caton-Jones
Drehbuch: Leora Barish, Henry Bean, Joe Eszterhas
Darsteller: Sharon Stone, David Morrissey, Charlotte Rampling, David Thewlis
D-Start: 30.03.2006

Kommentar: Was für ein grottenschlechter Film. Das Drehbuch ist völlig uninspiriert und teilweise bescheuert, der Hauptdarsteller eine einzige Katastrophe. Wie hier versucht wird, verzweifelt das Original zu zitieren, ist teilweise kaum mehr mitanzusehen. Der Film wartet mit einigen schönen London-Aufnahmen auf, aber dafür ins Kino gehen? Niemals. Warnung vor diesem "Sequel". 3/10 - (ausführliche Kritik bei MPeX.net



Inside Man
OV-Titel: Inside Man
Regie: Spike Lee
Drehbuch: Russell Gewirtz
Darsteller: Denzel Washington, Clive Owen, Jodie Foster
D-Start: 23.03.2006

Kommentar: Spike Lee versucht sich in einem Genre-Film und landet einen großen Coup. Auch wenn die Story nicht in letzter Konsequenz funktioniert, ein hervorragender und spannender Thriller, der über die gesamte Spielzeit hervorragend unterhält - mit Top-Leistungen von Denzel Washington und Clive Owen, die sich ständig einander überlegen wähnen. Ansehen! 8/10 - (ausführliche Kritik bei MPeX.net

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Herzlich Willkommen auf Moviemiento, meinem persönlichen Film-Blog. Neben Kritiken zu aktuellen Kino-Filmen, werde ich hier auch über Filme schreiben, die ich auf DVD sehe oder auch mal Random-Thoughts zum Besten geben.